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Neustadt zum 5. Male 1a-Einkaufstadt
Der Düsseldorfer Fachverlag „markt intern“ hat die Stadt Neustadt an der Weinstraße jetzt schon zum fünften Mal seit 2007 als „1a-Einkaufsstadt“ ausgezeichnet. Das hat noch keine der insgesamt 19 deutschen Städte geschafft, die sich bislang als 1a-Einkaufsstadt qualifiziert haben.
Über 1.200 Kunden der 38 Unternehmen, die sich dieses Jahr bewarben, haben es durch ihre Unterschrift möglich gemacht. Nur wenn eine große Zahl von ortsansässigen 1a-Unternehmen mit zufriedenen Kunden gemeinsam antritt, kann eine Stadt sich um das 1a-Zertifikat bewerben.
Sehr unterschiedliche Geschäfte wie die Modehäuser Jacob, Wohs feminine classic und Modehaus Schmitt, das Antiquitätenhaus Denzinger, die Goldschmiede Berger und die Goldschmiede am Markt, die Buchhandlungen Osiander und Quodlibet, Friseursalon Uwes Schnittkunst, alle fünf Konditormeister am Ort und das Bürocenter Wacker sind dieses Jahr dabei.

Gerd Wacker, der zweite Vorsitzende der Willkomm-Gemeinschaft, macht deutlich, worin der Nutzen des Zertifikats besteht: „Der Wettbewerbsdruck ist in den meisten Branchen extrem stark geworden, die qualifizierten mittelständischen Unternehmen müssen sich gegen aggressive Billiganbieter, gegen Großflächenanbieter auf der Grünen Wiese und gegen zunehmende Internet-Konkurrenz behaupten. Mit dem 1a-Zertifikat können wir zeigen,dass wir bestimmte Leistungskriterien erfüllen, die in der Branche nicht alltäglich sind.Unsere Kunden reagieren darauf sehr positiv. Gerade die anspruchsvollen Kunden machen gerne mit.“
Die Auszeichnung bestätigt, was auch die objektive Lageanalyse ergibt: Das tatsächliche Angebot der Stadt an qualifizierten Fachgeschäften, Fachhandwerkern, Kunsthandwerkern und Dienstleistern ist ausgesprochen groß, vielfältig und attraktiv. Der Engpass ist die Werbung, weil den Familienbetrieben in der Regel das Geld fehlt, durchschlagskräftige Werbemaßnahmen zu finanzieren und sich mit ihrem hochwertigen Angebot voll zur Geltung zu bringen. Mit dem Zertifikat „1a-Einkaufsstadt“ wurde eine Botschaft formuliert, die für die Gemeinschaftswerbung geeignet ist. Sie hat sich gegen anfänglich verbreitete Skepsis bewährt. Gerade marktaktive Handwerksbetriebe nutzen die Kraft der 1a-Gemeinschaftswerbung zunehmend in Verbindung mit ihrem individuellen 1a-Prädikat. Zu Beginn entsprach das Zertifikat einer Selbstverpflichtung des Unternehmens gegenüber seinen Kunden. Nach grundlegender Überarbeitung wird es heute nur verliehen, wenn festgelegte Anforderungen ( inhabergeführt, Meisterbrief, etc. ) erfüllt werden und wenn eine bestimmte Zahl von Kunden die Einhaltung der im Laden ausgehängten Leistungsgarantien mit Unterschrift unter Angabe der Adresse schriftlich bestätigt. Die verlangte Mindestzahl von 25 Unterschriften wird dabei oft überschritten.
Wie bei allen seriösen Prüfverfahren fallen Kosten an, die in der Regel der Prüfling zu zahlen hat, z.B. bei der Fahrprüfung oder bei der Meisterprüfung. Die Gebühren für den Erwerb und die Nutzung des betriebsindividuellen 1a-Zertifikats sind gestaffelt nach dem Abonnentenstatus und dem Umfang des georderten Pakets an Werbematerialien. Der Anwendungsbereich des 1a-Zertifikats wurde im Jahre 2007 auf ganze Städte erweitert. Die Auszeichnung als 1a-Einkaufsstadt besagt, dass eine Stadt bestimmte Kriterien erfüllt, die sie von anderen Städten unterscheiden und die in ihrer Gesamtheit „Kompetenz vor Ort“ garantieren. Der Verlag überprüft, ob die Stadt, die sich um die Auszeichnung bewirbt, diese Vorgaben tatsächlich erfüllt: Sie fordert von der Stadtverwaltung und vom örtlichen Gewerbeverein die entsprechenden Unterlagen an, recherchiert im Internet, fragt die 1a-Fachhändler vor Ort und ihre Fachredakteure nehmen die Stadt in Augenschein.
Neben den 1a-Betrieben gibt es in jeder Stadt natürlich auch Unternehmen, die die 1a-Zertifizierung nicht erlangen können, weil der Verlag markt intern für ihre Branche bisher kein solches anbietet, z.B. Feinkostgeschäfte, Restaurants, Weinhandlungen oder Apotheken. In enger Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing Neustadt an der Weinstraße hat der Verlag aber in den letzten Jahren das 1a-Branchenspektrum Zug um Zug erweitert und das 1a-Stadt-Zertifikat damit stetig attraktiver gemacht. Dies sind die neuen 1a-Branchen: Buchhandlungen, Fahrzeuglackierer, Friseure, Konditoren, Lederfachgeschäfte, Malergeschäfte, Tabakgeschäfte etc..
Auch die Betriebe, deren Branchen noch nicht 1a-zertifizierbar sind, profitieren aber davon, wenn ihre Stadt 1a-zertifiziert ist. Die Verbesserung der Marktpositionierung der Stadt stärkt den Standort insgesamt, sie erhöht die Schlagkraft der Standortwerbung, steigert die Kaufkraftbindung und richtet den Blick der Öffentlichkeit auf die Stärken des 1a-Einkaufsortes.
Oberbürgermeister Hans Georg Löffler hat in seiner Rede zur Auszeichnung Neustadts als 1a-Einkaufsstadt 2010 gesagt: „Für uns bedeutet das Zertifikat: Wir können zeigen, dass unsere Stadt noch immer über eine Vielzahl von leistungsfähigen und standorttreuen Fachbetrieben in Einzelhandel und Handwerk verfügt. Ich freue mich sehr, dass wir heute neben den Einzelhändlern, für die das Zeichen „1a-Fachhändler“ ja ursprünglich entwickelt worden ist, so viele renommierte Handwerksmeister unter uns sehen.“
Mit den fünf Konditormeistern hat sich das Gewicht der 1a-Handwerker noch einmalverstärkt. Neustadt an der Weinstraße ist berechtigt, sich als erste „1a-Konditorenstadt“ Deutschlands zu bezeichnen.


